Das heroische und tragische Schicksal eines Antihelden – tief berührend geht dieser Abend weit über die Rätsel der Mathematik und die Dramatik des Krieges hinaus.
Der britische Mathematiker, Logiker und Kryptograf Alan Turing war einer der herausragendsten Wissenschaftler des 20. Jahrhunderts. Im Zweiten Weltkrieg arbeitete er im Auftrag des britischen Militärs unter Hochdruck an der Dechiffrierung der ENIGMA, einem Verschlüsselungsapparat der deutschen Wehrmacht. Turing gelang es, den Code zu knacken, was den Alliierten half, Millionen von Menschenleben zu retten und den Krieg zu gewinnen. Doch nach dem Krieg wurde Turing wegen seiner Homosexualität zu einer unmenschlichen Hormonbehandlung verurteilt. 1954 beging er Suizid, und erst 2013 wurde er von der britischen Königin offiziell rehabilitiert.
«Die Turing-Maschine» ist ein kraftvolles Porträt, das die schier unglaubliche Lebensgeschichte Turings zwischen wissenschaftlichen Errungenschaften und biografischen Schicksalsschlägen erzählt. Ein ergreifender Abend der sich bedingungslos für Toleranz starkmacht.
«Haben Sie schon einmal ein grosses Geheimnis bewahrt? Nein? Dann wissen Sie nicht, wie schwer einem das fällt. Glauben Sie mir: Von allen immateriellen Dingen ist das Schweigen so ziemlich am härtesten durchzuhalten…» – Alan Turing
Spiel: Michael von Burg und Axel Julius Fündeling
Regie: Rüdiger Burbach
