Becketts Vagabunden im Kampf mit einem Regenschirm, einem Fahrrad, dem Ich und dem Du. Existenziell, philosophisch-absurd und pointiert begehen Thomas Sarbacher und Murat Parlak diesen dichten Abend voller Musik und Wort.
Eigentlich wollen Mercier und Camier hinaus aus der Stadt. Doch, ihre Reise führt sie über Um- und Abwege stets nur zum nächstgelegenen Ort. Die beiden drehen sich im Kreis, treten auf der Stelle, suchen den Ausweg und finden die Sackgasse.
Zu zweit mit sich selbst allein wird Merciers und Camiers Wandern bestimmt von der Dunkelheit der Trunkenheit, der Stärke des Fleisches und der Unwilligkeit des Geistes.
Samuel Becketts Komödie der anderen Art gilt als Vorgängerin seines Welterfolgs «Warten auf Godot» und versteckt hinter ihrem Leichtsinn den Tiefsinn – dicht und grotesk findet sie Freude an Klischees, Binsenwahrheiten, anarchischen Sprachspielen und philosophischer Zerstreuung gleichermassen.
Spiel: Thomas Sarbacher
Live-Musik: Murat Parlak
Regie: Jordi Vilardaga
Dramaturgie: Mara Gyr
Foto: Regina Jäger
