Einer der bissigsten und gleichzeitig komischsten Romane des 20. Jahrhunderts verpuppt sich – wild, schrill und voller Menschlichkeit.
Der Prager Hundehändler Švejk – offiziell ‚idiotisch‘, inoffiziell ‚genial‘ – wird mitten in die Wirren des Ersten Weltkriegs geschleudert. Mit entwaffnender Naivität stolpert er durch ein System, das sich selbst nicht mehr versteht, und stellt sich dem Wahnsinn der Welt mit stoischer Ruhe, absurdem Witz und unbeirrbarer Menschlichkeit entgegen.
Zwischen Heuschrecke, Hund und Totenkopf sucht dieser poetisch gebaute Abend nach Sinn im Chaos. Švejk entzieht sich allen Zuschreibungen, überwindet die Grenzen zwischen Anpassung und Widerstand – und ist voller Mitgefühl für die Abgründe der Menschen und Puppen.
Das Ensemble des Wiener Schubert Theater zeigt einmal mehr, wie sich grosse Literatur mit Puppen und Schauspiel ‘übertragen’ lässt…
Spiel: Andrea Köhler & Markus-Peter Gössler
Regie & Textfassung: Martina Gredler
Puppenbau & Ausstattung: Annemarie Arzberger
Foto: Barbara Pálffy
