Es irrt der Mensch, solang’ er strebt – die berühmteste und abwegigste Heimreise der Menschheitsgeschichte neu erzählt. Eine Odyssee, die mit allen Erwartungen bricht und gleichzeitig hält, was sie verspricht.
Ein kräftiger Wind bläht die Segel, Ruder tauchen ins Wasser, Gischt schäumt um den Bug, und so nah wie fern sehnt und sucht ein bittersüsser Gesang, singt von Heimat, Hof und Herd.
Auf zehn Jahre Krieg folgen zehn Jahre Irrfahrt. Odysseus, der listenreichste aller trojanischen Helden, und seine Gefährten finden den Weg nach Hause nicht. Unzählige Abenteuer durchleben sie, sämtliche Ab- und Umwege nehmen sie, doch ihr Schiff pflügt das weite Meer, ohne eine bleibende Spur zu hinterlassen.
In der Heimat, auf der Insel Ithaka, wartet Penelope auf ihren Mann. Doch ist es nach all den Jahren noch die Sehnsucht, die sie trägt? Oder hat sie längst aufgehört, sich seine Rückkehr zu wünschen?
Homers Epos erzählt von Suchenden und Wartenden, von Menschen, die sich selbst, der Heimat und der Welt abhandenkommen. Und es erzählt von der Hoffnung. Von der Hoffnung auf einen Aufbruch. Von der Hoffnung auf ein Ankommen.
Mit Mona Petri, Doris Schefer & Antonio da Silva
Regie: Jordi Vilardaga
Dramaturgie: Mara Gyr
Licht: Martin Burkhardt
Foto: Mareycke Frehner
